Sachsenmorde 2

13 packende Thriller aus dem Freistaat
von Andreas M. Sturm (Hrsg.)
 
ISBN 978-3-946734-18-5    |    260 Seiten
erschienen  März 2017
broschierte Ausgabe   |    Preis: 13,00 €
Verlag edition krimi
 

Wie bereits im ersten Band der Sachsenmorde zieht sich auch in der vorliegenden Fortsetzung eine blutige Spur durch den Freistaat. In allen zehn Landkreisen und den drei kreisfreien Städten wird betrogen, geschmuggelt und gemordet, dass Ihnen beim Lesen ein kalter Schauer über den Rücken rieseln wird.
Die beteiligten Autoren nehmen kleine Gemeinheiten, tragische Leidenschaften, zerstörerische Gier und tödliche Rache unter die Lupe, um aus diesen menschlichen Abgründen mörderische Geschichten voller überraschender Wendungen zu fabulieren.
Krimifreunde werden bestens unterhalten, wenn mal bitterböse, mal ironisch-schwarzhumorig im Bundesland Sachsen gemordet wird.
die Autorinnen und Autoren in Sachsenmorde 2

Lesetipp zu ... Sachsenmorde 2

 
Inhalt: Im idyllischen Sachsen wird weiter gemordet, wie schon im 1. Band haben sich auch dieses Mal Autoren zusammengefunden um zu morden. Ihre mehr oder weniger blutige Spur zieht sich durch den gesamten Freistaat und sie hinterlassen spannende Lesestunden.

Meine Meinung: Es ist mittlerweile sicher bekannt, dass ich ein großer Fan von Kurzgeschichten bin, ebenso die Gründe dafür, also muss ich das nicht nochmals erläutern.
Die Autoren, die sich in dieser Anthologie zusammenfanden, könnten unterschiedlicher nicht sein, jeder hat seinen ihm eigenen Stil und das ist auch gut so, so sind die einzelnen Geschichten absolut unvorhersehbar, führt uns eine Geschichte in längst vergangene Zeiten der Geschichte, als Flüche noch etwas zu bedeuten hatten (Martina Arnold: Die Frau in der Wand) müssen wir uns in der Nächsten mit dem Fluch der jüngeren Vergangenheit auseinandersetzen, der noch nicht für jeden gebannt ist (Mandy Kämpf: Der Beobachter), es stellt sich die Frage: Haben Hunde ein Gespür für Pietät? (Frank Kreisler: Frischfleisch)
Eine weitere Frage hat sich mir gestellt: Kommt es vor das Autorinnen sich in ihre Romanfiguren verlieben und dabei die Realität aus den Augen verlieren? (Katja Neff: Rettet das Moor). Realitätsverlust ist ein spannendes Thema, das in diesem Buch nicht zu kurz kommt (Patricia Holland Moritz: Kemper ermittelt). Manchmal ist sogar das Leben eines Versicherungsvertreters wie ein Film, von wegen dröge Büroarbeit (Bernd Köstering (Sekuritate). Wenn durch einen makaberen Fund nachträglich eine Kinderseele geheilt wird, verliert auch der Tod seine Schrecken (Sylvia Eggert: Keller-Geist(er)). Gelegenheit macht Diebe, war schon immer so (Traude Engelmann: Der tote Gast).
Manche Tage sollte man zurückgeben können, die taugen nix, das erfährt der Protagonist in dieser Story am eigenen Leib (Andreas M. Sturm: Steves Tag).
Nicht immer lässt der Titel auf den Inhalt schließen, zumindest nicht auf den ersten Blick (Mario Schubert: Ein Glas zu viel). Böses mit Bösem vergelten, ich weiß ja nicht, ob das so eine gute Idee ist (Conny Roters: Gestern wie heute). Gut gedacht ist nicht immer gut gemacht (Petra Steps: Tödlicher Trost). Einmal Cop, immer Cop (Jan Flieger: Flammentod).
13 Geschichten
13 Autoren
und jede Geschichte auf ihre Art wirklich lesenswert, kurz und knackig wie Kurzgeschichten sein müssen.
Absolut empfehlenswert.
 

© Manuela Hahn,  Mai 2017
www.lesenswertesausdembuecherhaus.blogspot.com

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